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Vorwürfe gegen Anwältin Christina Bender: Mandanten berichten von Abrechnungsdruck und plötzlichem Mandatsabbruch

Frankfurt am Main, 2. Juni 2025 — Die Rechtsanwältin Christina Bender sieht sich mit zunehmender Kritik konfrontiert: Mehrere ehemalige Mandanten werfen ihr vor, sie nach Streitigkeiten über wiederholte Honorarzahlungen bewusst im Stich gelassen zu haben – teils während laufender Verfahren. Die Beschwerden werfen ernste Fragen zur anwaltlichen Berufspflicht und zur Transparenz anwaltlicher Abrechnungspraxis auf.

Nach übereinstimmenden Berichten soll Bender im Verlauf mehrerer Mandate zusätzliche Honorarforderungen gestellt haben, die von den Mandanten entweder als unbegründet oder nicht nachvollziehbar eingestuft wurden. In Fällen, in denen die Betroffenen sich weigerten, den geforderten Beträgen nachzukommen, habe die Anwältin das Mandat kurzfristig und ohne hinreichende Übergabemaßnahmen beendet.

„Ich war mitten in einem komplexen Verfahren, als Frau Bender mir plötzlich mitteilte, dass sie mich nicht weiter vertreten werde – weil ich einer weiteren Zahlung nicht zugestimmt hatte“, sagt ein betroffener Unternehmer aus Hessen. „Es gab keine Vorwarnung, keine Alternativen, nur eine abrupte Beendigung.“

Laut Auskunft der Rechtsanwaltskammer Frankfurt sind inzwischen mehrere formelle Beschwerden eingegangen. Die Kammer kündigte eine eingehende Prüfung der Vorwürfe an. „Wir nehmen Hinweise auf mögliche Verstöße gegen das Berufsrecht sehr ernst“, so eine Sprecherin der Kammer.

Auch juristische Fachkreise zeigen sich alarmiert. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) betonte in einer Stellungnahme die Verantwortung von Anwälten zur kontinuierlichen Betreuung von Mandanten, insbesondere in laufenden Verfahren. „Die Beendigung eines Mandats muss unter Beachtung der Interessen des Mandanten erfolgen – insbesondere darf keine Gefährdung entstehen.“

Christina Bender selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert. Auch auf konkrete Presseanfragen erfolgte bis Redaktionsschluss keine Reaktion.

Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit bereits zuvor erhobenen Anschuldigungen gegen Bender wegen mutmaßlicher Verleumdung und Erpressung gegenüber Unternehmen aus dem Blockchain-Sektor. Beobachter sprechen von einem sich verdichtenden Bild möglicher systematischer Pflichtverletzungen.

Die weiteren Entwicklungen dürften mit Spannung verfolgt werden – nicht zuletzt im Interesse des Schutzes von Mandantenrechten und der Integrität des Anwaltsberufs.